Diverse Bräuche haben sich über Jahrhunderte hinweg rund um das Hochzeitsfest entwickelt und sind bis in unsere Zeit erhalten geblieben.

Brautentführung

Traditionell übernehmen die Freunde des Bräutigams diese Aufgabe. Ein Augenblick der Unachtsamkeit des Bräutigams wird abgepaßt und schon ist die Braut weg. Natürlich kommt die Braut freiwillig mit und sucht mit Ihren Entführern ein Versteck (eine Kneipe) nach dem anderen auf. Der Brauch will es, daß der Bräutigam als Auslöse den Brautstrauß auf die Suche mitnimmt und, wie sollte es anders sein, die Zeche in den verschiedenen Stationen zahlt.

Zu den Verstecken sollte das Brautpaar nach Möglichkeit eine Beziehung haben, also den Lieblingsitaliener, die Stammkneipe und die Eisdiele aufsuchen. Damit die Suche nicht ausartet sollten die Entführer sich vorher mit dem Begleiter des Bräutigams z.B. dem Trauzeugen absprechen, der dem Frischvermählten mit kleinen Tipps auf die Sprünge hilft.

Eine Brautentführung hat schon bei der einen oder anderen Hochzeit für böse Stimmung gesorgt, stellen Sie also sicher,

... daß Braut und Bräutigam mit einer Brautentführung einverstanden sind.

... daß die Entführung nicht länger als eine Stunde dauert, denken Sie an die Gäste die auf der Feier bleiben.

... daß der Zeitpunkt günstig ist und nicht gerade mitten ins Essen fällt.

Übrigens, wer Spaß hat, der dreht den Spieß um und entführt einfach mal den Bräutigam.

Brautschuh

Ebenfalls sehr alt ist der Brauch der Brautschuhversteigerung. Ein Gast muß zunächst der Braut den Schuh rauben. Jeder Teilnehmer an der Versteigerung legt dann einen Betrag in den Brautschuh, wobei zuletzt der Bräutigam an der Reihe ist. Richtig moderiert kann somit eine lustige und spannende Unterhaltung entstehen mit dem positiven Nebeneffekt, daß Geld gesammelt wird, das dem Brautpaar zu Gute kommt. Rund um den Brautschuh sind im Laufe der Zeit diverse Varianten der Versteigerung erfunden worden. Denken Sie sich doch einfach Ihre persönlich Brautschuh-Versteigerung aus.

Strumpfband

Ähnlich wie der Brautschuh kann man auch ein Strumpfband versteigern. Im Gegensatz zum Brautschuh wird es allerdings nicht geraubt und kann am Ende im Besitz des Ersteigeres bleiben. Auch hier sind unzählige Varianten denkbar. Erfinden Sie einfach Ihr eigenes Strumpfband-Spiel.

Brautstrauß

Auch der Brautstrauß ist Teil eines alten Brauches. Gegen Ende der Hochzeitsfeier versammeln sich alle unverheirateten Frauen um die Braut. Diese dreht sich um und wirft den Brautstrauß über Ihre Schulter, diejenige, die den Strauß fängt, so sagt man, wird als nächstes heiraten.

Leider stammt dieser Brauch aus einer Zeit, als es für jede Frau das höchste Ziel war zu heiraten und jede entsprechend wild darauf war, den Strauß zu fangen. In unserer heutigen Zeit kann es vorkommen, daß gar niemand den Strauß fangen will. Vielleicht wandeln Sie das klassische Brautstrauß werfen einfach wie folgt ab. Die unverheirateten Frauen müssen eine Kreis bildend und um die Braut herumtanzen. Mit verbundenen Augen versucht diese ein Mädchen zu fassen, diese bekommt dann den Strauß und ist auserwählt als nächstes zu heiraten.

Schleiertanz

Der Schleiertanz erfüllt den gleichen Zweck wie das Brautstrauß werfen, die nächste Braut soll ermittel werden. Braut und Bräutigam tanzen, während die unverheirateten Mädchen versuchen ein Stück vom Schleier abzureißen, die mit dem größten Stück ist die Auserwählte.

Auch hier müssen Sie einfallsreich sein, um Freiwillige zu finden. Wählen Sie doch einfach folgende Variante. Reißen Sie vorher schon einen Schleier-ähnlichen Stoff in Stücke und lassen Sie die Mädels je ein Stück aus einem Sack nehmen, die die das größte Stück gezogen hat wird als nächstes heiraten.