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Nicht nur die Braut, sondern auch der Bräutigam sollte dem Anlaß entsprechend gekleidet sein. Nur zu leicht ist man bereit für das Hochzeitskleid Tausend, Zweitausend Mark und mehr auszugeben, aber bei dem Kauf seines Anzuges läßt die Bereitschaft viel Geld zu investieren schnell nach. Auch wenn Sie heutzutage die freie Auswahl haben, so sollten Sie bei der Auswahl seines Hochzeitsanzuges dennoch einige Regeln beachten: Damit Braut und Bräutigam auch rein optisch ein harmonisches Bild abgeben, sollte der Anzug des Bräutigams farblich auf das Kleid der Braut abgestimmt sein. Auch bei der Art des Anzuges sollten Sie den Stil Ihres Brautkleides berücksichtigen. Trägt Sie ein kurzes Kleid sind Frack oder Cut sicherlich keine geeignete Wahl. Im Vergleich zur Braut darf er auf keinen Fall overdressed sein, ebenso peinlich ist aber, wenn er im Straßenanzug erscheint und sie ein königliches Brautkleid mit meterlanger Schleppe trägt. Am Besten sie begleitet ihn bei der Auswahl des Anzuges, denn wie soll er wissen, wie ihr Kleid aussieht, wenn er es doch erst bei der Hochzeit sehen darf. Das Hochzeits-Outfit des Mannes sollte übrigens auch dem Rahmen und der Größe der Hochtzeitsfeier angemessen sein, bei einer Hochzeit im großen Stil kann man schon mal zum Frack greifen, eine ländliche Hochzeit im Smoking kann aber leicht wie ein Kostümfest wirken. Ob Frack oder Smoking, Stresemann oder Cut, ein eleganter Anzug oder eine schicke Kombination, sie haben die freie Wahl. Die strenge Ettikette, die genau regelte zu welchem Anlaß und zu welcher Tageszeit der Mann was zu tragen hatte gehört glücklicherweise der Vergangeheit an. Sie kann aber für jemanden, der die Qual der Wahl hat ein willkommener Anhaltspunkt bei der Auswahl des passenden Hochzeits-Outfits sein. AnzugDer Anzug ist gleichermaßen für die standesamtliche und die kirchliche Trauung das passende Kleidungsstück für den Bräutigam. Der wohl entscheidenste Vorteil des Anzuges ist, daß er auch nach der Hochzeit zu diversen Anlässen immer wieder getragen werden kann. Die Anzugsjacke ist wahlweise ein- oder zweireihig ausgeführt, dazu trägt man vorzugsweise ein weißes Hemd mit normalem Kragen und Umschlagmanschetten. Zum einreihigen Jacket darf eine Weste getragen werden, die in der Regel aus dem selben Material gefertigt ist, wie der Anzug selbst. Zum eleganten Anzug in gedeckten Farben gehören schwarze Socken, schwarze schlichte Schuhe und ein Gürtel mit eleganter Schnalle. Auch wenn der klassische Anzug in gedeckten Farben, also schwarz, dunkelblau oder dunkelgrau, gehalten wird, so dürfen die Accessoires wie Weste, Krawatte oder Einstecktuch ruhig in etwas kräftigeren Farben ausgeführt sein, hauptsache sie passen zueinander. Für besonders modebewußte und mutige gibt es Anzüge in zahlreichen kräftigen Farben, aber bedenken Sie, daß der Hochzeitsanzug, dann wohl kaum je wieder getragen werden kann. Trägt die Braut kein weißes Hochzeitskleid, so darf er besonders bei einer Hochzeit im Sommer auch ruhig einen hellen Anzug tragen.
CutDer Cut ist ein gesellschaftlicher Anzug für den Tag, und eignet sich somit hervorragend für die standesamtliche bzw. kirchliche Trauung am Vormittag. Die Jacke des Cut läßt vorne die Beine frei, hinten reichen die abgerundeten Schöße bis in die Kniekehlen. Zu der schwarzen oder dunkelgrauen einreihigen Jacke wird eine schwarze oder schwarz-weiß gestreifte Hose ohne Umschlag und ein weißes Hemd getragen. Eine silbergraue Weste und eine breite Krawatte (Plastron) mit Perlnadel ergänzen das Outfit. Für Perfektionisten ist natürlich ein Cut ohne die weiße Blume, vorzugsweise eine Chrysantheme, im Knopfloch, sowie Handschuhe und Zylinder undenkbar. Jetzt fehlen nur noch die schwarzen glatten Schuhe und die grauen Socken. FrackDer Frack ist der Anzug für große gesellschaftliche Anlässe schlechthin. Planen Sie also eine Hochzeit im großen Stil, so führt eigentlich kein Weg am Frack vorbei. Streng nach der Ettikette gehend dürften Sie den Frack zwar außnahmsweise am Vormittags zur standesamtlichen oder kirchlichen Trauung tragen müßten aber für den Nachmittag in einen Cut oder Smoking wechseln, um am Abend dann im Frack weiter zufeiern. Unverwechselbares Kennzeichen des Frackes ist die Jacke, vorne taillienkruz und hinten mit mit den knielangen Schwalbenschwänzen. Je nach modischem Trend sind die Schöße der Jacke mal länger und mal kürzer. Übrigens die Frackjacke wird immer offen getragen. Die klassische Farbe für Jacke und Hose ist schwarz, das Hemd mit stehenden Kragenecken, sowie die übrigen Accessoires, wie Weste und Fliege sind weiß. Schwarze Seidenstrümpfe und schwarze Lackschuhe runden das Bild ab. Wer will trägt zum Frack einen schwarzen Zylinder. SpenzerDer Spenzer ist eine modische Variante des Fracks. Anders als beim Frack werden auf die Schwalbenschwänze ganz verzichtet und auch farblich ist die Spenzerjacke nicht ganz so festgelegt. Zur Spenzerjacke trägt man wahlweise eine Weste oder einen Kummerbund. SmokingDer Smoking ist der wohl gängigste Abendanzug, der Ettikette zu folge darf er bereits am Nachmittag getragen werden und anlässlich einer Hochzeit auch schon mal am Vormittag. Das Jacket des Smoking ist ein- oder zweireihig verfügbar, die Revers werden mit einem Seidensatin besetzt. Dieser wiederholt sich an den äußeren Seitennähten der Hose und wird dort Galon genannt. Zu dem einreihigen Jacket trägt man üblicherweise eine Weste, zum zweireihigen Jacket einen Kummerbund, eine Art in Falten gelegter breiter Gürtel, der den Hosenbund verdeckt. Zum Smoking träg man üblicherweise eine Fliege. Die klassische Smokingfarbe ist schwarz, dazu wird ein weißes Hemd getragen, die Weste oder der Kummerbund und die Fliege sind wahlweise schwarz oder rot. Zum Smoking werden schwarze Strümpfe und schlichte schwarze Schuhe getragen. Heute findet man viele vor allem farbliche Variationen des Smokings in den Geschäften. Besonders beliebt im Frühjahr und Sommer ist das Dinnerjacket, eine weiße Smokingjacke aus besonders leichtem Material. Der Bräutigam sollte sich allerdings für diese Variante des Smokings nur entscheiden, wenn die Braut kein weißes Kleid trägt. Der Smoking findet bestimmt auch nach der Hochzeit noch zahlreiche Verwendungszwecke. Er kann in der Oper, zum Ball, anderen Hochzeiten und vielen anderen Gelegenheiten getragen werden. StresemannDer Stresemann ist der wohl legerste Gesellschaftsanzug und als solcher wird er nur am Tag getragen, was Ihn zum idealen Anzug für die standesamtliche oder kirchliche Trauung am Vormittag macht. Der Stresemann erstmals getragen vom deutschen Reichsaußenminister Gustav Stresemann zeichnet sich vor allem durch seine grau-schwarze gestreifte Hose ohne Umschlag aus. Das Jacket ist wahlweise dunkelgrau oder schwarz, ein- oder zweireihig und hat abgerundete Ecken, darunter wird eine, in der Regel hellgraue, Weste getragen. Zum Stresemann trägt man ein weißes Hemd und eine graue oder schwarze Seidenkrawatte. Die obligatorischen schwarzen Socken und Schuhe bilden den Abschluß. Der Mann von Welt verzichtet natürlich nicht auf eine Melone oder einen Homburg. Nach der Hochzeit läßt sich der Stresemann auch noch bei zahlreichen Anlässen tragen, wie z.B. Empfängen, Jubiläen, Taufen ... . AccessoiresHüte Handschuhe Schuhe
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