Am Hochzeitstag steht zweifelsfrei die Braut im Mittelpunkt des Geschehens. Wer alle Blicke auf sich zieht, der will auch perfekt gekleidet sein. Vielleicht haben auch Sie schon als kleines Mädchen von einem traumhaft schönen weißen Hochzeitskleid im Sissi-Stil geträumt. Oder mögen Sie es lieber ausgefallen und erwarten gespannt die verwunderten Blicke Ihrer Hochzeitsgäste, wenn Sie an ihrem Hochzeitstage im dunkelroten Minikleid vor dem Traualtar erscheinen.


Ein weisses Brautkleid wurde erstmals vor etwa 300 Jahren von adeligen Bräuten getragen.

Die Auswahl ist groß

Brautkleider sind in allen nur erdenklichen Stil-Richtungen erhältlich und unterliegen den üblichen Modetrends. Bevor Sie losziehen,überlegen Sie erst einmal, wie Sie sich Ihr Hochzeitskleid vorstellen: Kurz oder lang, eng oder weit, schlicht und einfach oder aufwendig verziert, romantisch verspielt, klassisch elegant oder ultramodern. Tendieren Sie eher zur großen Robe mit Reifrock und Schleppe oder zum engen im Stile eines Abendkleides geschnittenen Chiffonkleid. Die Auswahl an Stoffen ist wohl ebenso groß, wie an Schnitten und reicht von zarter Spitze bis zu glänzenden Satin. Denken Sie auch schon einmal über die Farbe nach. Ein Brautkleid muß nicht immer weiß sein. Champagner und cremefarben werden neben leichten Pastelltönen immer beliebter. Wem es nichts ausmacht aufzufallen, und wer das außergewöhnliche sucht, der entscheidet sich vielleicht für eine knallige Farbe.

Es muß nicht immer ein Brautkleid im klassischen Sinne sein. Es spricht nichts dagegen, zur Hochzeit normale Straßenkleidung wie ein elegantes Sommerkleid, ein klassisches Kostüm oder einen modischen Hosenanzug zu tragen.


Ursprünglich trug die einfache Landbevölkerung ein schwarzes Brautkleid, daß auch zu allen anderen festlichen Anlässen getragen wurde.

Der Einkauf

Gehen Sie auf keinen Fall alleine Ihr Brautkleid kaufen und nehmen Sie eine Freundin, Ihre Mutter oder gleich beide mit. In letzter Zeit findet man immer häufiger Brautpaare, die gemeinsam das Brautkleid aussuchen. Wer also seinem Liebsten am Hochzeitstag keine böse Überraschung bereiten will, weil der Stil des Hochzeitskleides gar nicht seinen Geschmack findet, der zieht am Besten gemeinsam los. Oder stöbern Sie gemeinsam in der einen oder anderen Hochzeitszeitschrift um sich auf einen Typus von Hochzeitskleid zu einigen. Ziehen Sie rechtzeitig los, auch ein Kleid von der Stange ist manchmal nicht in Ihrer Größe vorrätig und muß erst bestellt werden. Was gerade bei ausländischen Kollektionen mindestens 4 bis 8 Wochen dauern kann. Schließlich wollen Sie nicht das nächst beste Kleid in Ihrer Größe wählen müssen, außerdem muß für den perfekten Sitz das Kleid in der Regel durch eine Schneiderin an Ihre Figur angepaßt werden.

Und außerdem...

sollten Sie bei der Auswahl Ihres Kleides berücksichtigen,
... daß Sie sich auf keinen Fall verkleidet fühlen, egal wie traumhaft ein Kleid mit üppigen Reifrock Ihnen auf den ersten Blick erscheinen mag.

... daß das Kleid tragbar ist, eine meterlange Schleppe sieht sicher wunderschön aus, kann aber den ganzen Tag lang getragen, ziemlich schwer und hinderlich werden.

... daß das Kleid zu Ihrem persönlichen Stil und Typ paßt und dem, Rahmen der Hochzeit angemessen ist.

... daß das Dekolltee nicht übertrieben ausgeschnitten und die Ärmellänge der Jahreszeit angemessen ist.


Ziehen Sie zum Einkaufen weiße Unterwäsche und Strümpfe an und verzichten Sie auf zuviel Schminke, damit Sie die Brautkleider nicht beschmutzen. Haben Sie ausreichend Geld dabei, die meisten Geschäfte bestehen auf eine Anzahlung, dafür kann das Kleid aber auch bis zum Hochzeitstag dort aufbewahrt werden. Treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen, Hochzeitskleider lassen sich für gewöhnlich nicht umtauschen. Bitten Sie lieber um etwas Bedenkzeit und lassen das Kleid einige Tage zurücklegen.

Es muß nicht neu sein...

Ein neues Hochzeitskleid kostet in der Regel mindestens Euro 300,00, wobei nach oben keinerlei Grenzen gesetzt sind. Das ist viel Geld dafür, daß das Kleid nur einmal getragen wird. Um Kosten zu sparen, kann man Brautkleider aus dem Second-Hand-Laden erwerben oder sich ein Kleid leihen. Hinzukommen dann aber noch die Kosten für eventuelle Anpassungen durch einen Änderungsschneider und die Reinigung des Kleides. Zu bedenken ist hierbei, daß eine Reinigung nicht garantiert, daß alle Flecken wirklich rausgehen. Achten Sie darauf, daß das Kleid vollständig ist, daß keine Pailletten oder Perlen fehlen.

Bitte nicht stolpern

Tragen Sie sonst nur Jeans und T-Shirt und hatten das letzte Mal als Kind beim Verkleiden-Spielen ein langes Kleid an? Das Bewegen in einem bodenlangen Kleid will gelernt sein denn leicht können Aufgaben wie Treppensteigen, Platz nehmen, in ein Auto einsteigen und sogar sich umdrehen zu einer echten Herausforderung werden. Üben Sie nach den folgenden Regeln die Bewegung in Ihrem Hochzeitskleid, damit Sie an Ihrem Hochzeitstag graziös und unfallfrei die Gäste und Ihren Ehemann bezaubern können. Gehen Sie immer nur vorwärts, möchten Sie sich umdrehen so gehen Sie einen großen Bogen. Ein unbeachter Rückwärtsschritt kann leicht dazu führen, daß ihr Absatz im Rocksaum hängen bleibt.

 Raffen Sie beim Treppensteigen das Kleid in Kniehöhe zusammen.

 Nehmen Sie beim Hinsetzen den Rock nach vorne.

 Nehmen Sie zum Tanzen die Schleppe in die Hand. Viele Schleppen verfügen eigens dafür über eine kleine Schlaufe.

Schwanger

Nur weil Nachwuchs unterwegs ist, muß das nicht heißen, daß Sie in einem weiten Schlabberkleid Ihren Hochzeitstag verbringen müssen. Es gibt spezielle Kleider für schwangere Frauen. Ideal für Schwangere ist ein Kleid im Empire-Stil. bei dem der Rock direkt unter dem Boustier ansetzt und somit auf alle Fälle paßt. Im Brautmodengeschäft hilft man Ihnen sicher gerne, bei der Auswahl der richtigen Größe, damit Ihr Kleid am Hochzeitstag perfekt sitzt. Scheuen Sie sich nicht davor, schon 2 bis 3 Monate vor der Hochzeit Ihr Kleid zu kaufen, vereinbaren Sie aber auf alle Fälle kurz vor der Hochzeit einen Termin mit der Änderungsschneiderei.

Nach der Hochzeit

Wohin mit Ihrem Traumkleid nach der Hochzeit? Eine Möglichkeit das Hochzeitskleid nicht unnütz im Schrank hängen zu lassen, ist es das Kleid einzufärben und als Ballkleid bei nächster Gelegenheit zu tragen. Doch Vorsicht, schon manche Braut hatte am Ende weder Hochzeits- noch Ballkleid, weil das Einfärben komplett misslang. Nur in seltenen Fällen verteilt sich die Farbe gleichmäßig, insbesondere dann nicht wenn das Kleid aus verschiedenen Stoffen gefertigt wurde. Außerdem können Kleider durch das Färben eingehen.

Vielleicht wählen Sie lieber die zweite Variante und verkaufen das Kleid z.B. an einen Second-Hand-Laden.