Undenkbar ist eine Hochzeit ohne Hochzeitsfotos. Zu keinem anderen Anlaß wird soviel fotografiert wie zu einer Hochzeit. Und das Album mit den Hochzeitsfotos wird auch nach Jahren und Jahrzehnten immer wieder gerne hervorgeholt. Aus diesem Grund will die Erstellung der Hochzeitsfotos gut überlegt sein.


In vielen Standesämtern und Kirchen ist Fotografieren und Videofilmen nicht erlaubt. Berücksichtigen Sie dies bei der Wahl des Standesamtes bzw. der Kirche, damit nachher die Enttäuschung nicht allzu groß ist. Bedenken Sie aber auch, daß Blitzlicht und ein um das Brautpaar herumtanzender Kameramann die schönste Zeremonie stören kann.

Profi- oder Hobbyfotograf?

Um sicher zu gehen, daß Ihre Hochzeitsfotos auch wirklich gelingen, sollten Sie einen professionellen Fotografen engagieren, denn nichts ist ärgerlicher als verwackelte Bilder vom schönsten Tag im Leben. Zugegebenermaßen, Fotos vom Profi sind teuer, aber nur er garantiert Ihnen eine erstklassige Qualität Ihrer Bilder. Hochzeitsfotos sind die Erinnerung schlechthin, umso ärgerlicher ist es, wenn sie mißlingen, denn sie lassen sich nunmal weder nachstellen, noch wiederholen.

Kümmern Sie sich deshalb rechtzeitig um einen Fotografen, beliebte Fotografen sind meist frühzeitig ausgebucht. Vereinbaren Sie mit den Fotografen einen Pauschalpreis für die Erstellung der Bilder, klären Sie auch zu welchem Preis Sie Fotos kaufen und nachbestellen können. Die Negative Ihrer Hochzeitsfotos bleiben in der Regel im Besitz des Fotografen.

Vielleicht haben Sie aber auch einen erfahrenen Hobbyfotografen in Ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis, dem Sie gerne die Erstellung Ihrer Hochzeitsfotos anvertrauen möchten. In der Regel stellen Sie die Filme zur Verfügung und erhalten die vollen Filme nach der Hochzeit zurück, die Kosten reduzieren sich so also auf ein Minimum. Stellen Sie Ihrem Hobbyfotografen noch eine zweite Kamera zur Verfügung, nichts wäre schlimmer, als wenn er mitten in der Trauung den Film wechseln muß und so die wichtigsten Augenblicke nicht im Bild festhalten kann. Bitten Sie doch gleich zwei Bekannte um ihre Mithilfe, so ist jeder Einzelne nicht nur mit fotografieren beschäftigt, sondern kann auch noch das Fest genießen. Außerdem sehen ja bekanntlich vier Augen mehr als zwei.

Das Hochzeitsfoto

Das eigentliche Hochzeitsfoto wird gewöhnlich im Studio gemacht. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch im Fotostudio ist gleich nach dem Standesamt bzw. der kirchlichen Trauung. Bedenken Sie, daß zu einem späteren Zeitpunkt, das Make-up und der Brautstrauß nicht mehr so frisch aussehen, die Kleidung bereits zerknittert ist und die Haare nicht mehr perfekt liegen. Berücksichtigen Sie den Studiobesuch in Ihrem Zeitplan, denn er nimmt viel Zeit, mindestens eine Stunde, in Anspruch. Legen Sie also den nachfolgenden Termin nicht zu dicht im Anschluß an den Termin beim Fotografen.

Das Fotostudio für Ihr Hochzeitsfoto sollten Sie mit Sorgfalt auswählen. Lassen Sie sich Muster zeigen und vergleichen Sie verschiedene Studios, Sie werden nicht nur preisliche Unterschiede feststellen, sondern auch bemerken, daß jeder Fotograf seinen eigenen Stil hat.


Warum legen Sie nicht auf jeden Tisch bei Ihrer Hochzeitsfeier eine Einwegkamera und bitten Ihre Gäste einfach mitzufotografieren.

Es werden sicherlich ziemlich viele mißlungene Aufnahmen dabei sein, aber auf alle Fälle wird das Durchsehen der Fotos jede Menge Spaß machen und Sie können sicher sein, daß jeder Gast einmal auf einem Foto zu sehen ist. Die besten Schnappschüsse entstehen meist auf diese Weise.

Unter freiem Himmel

Eine Alternative zu Studioaufnahmen sind Außenaufnahmen. Eine schöne Kulisse für Ihr Hochzeitsfoto finden Sie sicherlich auch in Ihrer Nähe: der Brunnen im Stadtpark, die alte Kirche, das romatische Schloß oder einfach der Garten des Lokals in dem Sie feiern. Letzteres hat den großen Vorteil, daß Sie Ihre Gäste nicht allzu lange alleine lassen, denn nichts ist schlimmer als eine Hochzeitsfeier ohne das Brautpaar. Allerdings sind Außenaufnahmen wetterabhängig, kümmern Sie sich also um einen Ort an den Sie ausweichen können. Egal ob Ihr Hochzeitsfoto drinnen oder draußen gemacht wird, sorgen Sie dafür, daß Ihre Gäste mit etwas Anderem beschäftigt sind, denn Zuschauer lenken ab.

 

Schnappschüsse

Es gilt grundsätzlich zu unterscheiden zwischen dem eigentlichen Hochzeitsfoto, das gestellt wird und den "Schnappschüssen", die während der Trauung und auf der Hochzeitsfeier geschossen werden. Doch auch diese Schnappschüsse wollen gut geplant sein. Sprechen Sie also mit dem Fotografen vorher ab, welche Augenblicke Sie unbedingt auf einem Foto festgehalten haben wollen. Klassische Motive sind der Hochzeitswalzer, der Ringtausch, das Anschneiden der Hochzeitstorte, .... Auch sollten Sie dem Fotografen mitteilen, welche Personen Ihnen besonders wichtig sind, es wäre doch schade, wenn Ihre Lieblingstante später auf keinem der Fotos zu sehen ist.

Ein professioneller Fotograf erstellt erstklassige Aufnahmen ist aber, und daß darf auch nicht vergessen werden, nicht ganz billig.

Wem die Dokumentation der gesamten Hochzeit vom professionellen Fotografen zu teuer wird, der wählt einen Zwischenweg und läßt das Hochzeitsfoto vom Profi machen, die Trauung und die Hochzeitsfeier jedoch von einem bekannten oder verwandten Hobbyfotografen aufnehmen. Es gibt natürlich zahlreiche andere Möglichkeiten eine Kombination zwischen Profi- und Hobbyfotografen zu wählen.


Eine nette Geste ist es übrigens jedem Hochzeitsgast später, mit der Danksagung, eine Kopie des Hochzeitsfotos zukommen zulassen.

Gruppenfotos

Auch Gruppenfotos sind eine schöne Erinnerung an Ihre Hochzeit. Besonders günstig ist die Gelegenheit nach dem Standesamt und nach der kirchlichen Trauung, um ein Gruppenfoto von der ganzen Hochzeitsgesellschaft zu machen. Achten Sie darauf, daß auch wirklich alle Gäste zu sehen sind, vielleicht nutzen Sie ein Treppe, einen Hügel oder eine Stuhlreihe, um Ihre Gäste für das Foto zu drappieren.

Bauen Sie das Foto langsam auf, beginnen Sie mit dem Brautpaar, und lassen nach und nach Brauteltern, Trauzeugen, Freunde und Verwandte hinzukommen bis schließlich alle auf dem Foto versammelt sind. Vielleicht lassen Sie sich auch in kleineren Gruppen mal mit den Großeltern, mal mit Freunden und mal mit Arbeitskollegen fotografieren. Achten Sie darauf, daß jede Gruppe mehrmals fotografiert wird, um später das gelungste Foto auswählen zu können, denn bekanntlich schaut auf Gruppenfotos immer jemand gerade nicht ins Bild.