Eine schöne Hochzeitszeremonie auf dem Standesamt ist vom Einsatz und der Redekunst des Standesbeamten abhängig. Die Brautleute erklären, daß sie miteinander die Ehe eingehen wollen. Daraufhin erklärt der Standesbeamte das Paar als rechtsmäßig verbundene Eheleute. Die Dauer der Zeremonie beträgt etwa 10 bis 20 Minuten (selten 30 Minuten). Nachdem das Paar die notwendigen Dokumente unterschrieben hat, wird die Heirat in das Hochzeitsregister eingetragen.
Zwar sind seit dem 1. Juli 1998 keine Trauzeugen mehr vorgeschrieben, viele Paare halten jedoch an dieser Tradition fest. Als Alternative bieten viele Standesämter ein Gästebuch an, in dem sich alle Beteilligten der Vermählung noch auf dem Standesamt eintragen können.
Feierlicher Rahmen
Heute heiraten immer mehr Paare nur noch standesamtlich. Wenn auf die kirchliche Hochzeit verzichtet wird, sollte die standesamtliche Trauung umso feierlicher sein. Viele Standesämter haben sich darauf eingerichtet und bieten hierfür, gegen einen Aufpreis, einige Extras an. So kann die Zeremonie z.B. mit Musik von CD oder live untermalt werden. Ebenso können Freunde z.B. Lesungen halten oder Gedichte vortragen. Oder Sie vereinbaren mit dem Standesbeamten, daß Sie Ringe tauschen möchten, was bei der standesamtlischen Trauung nicht obligatorisch ist.
Sprechen Sie auf alle Fälle den Ablauf der Zeremonie mit dem Standesamt vorher ab. Ansonsten kann es Ihnen passieren, daß die Zeremonie bürokratisch schlicht abgehalten wird und Sie bereits nach 10 Minuten verheiratet vor der Tür stehen. Gerade in den Sommermonaten stehen viele Standesämter unter enormen Zeitdruck, wodurch nicht ausgeschlossen werden kann, daß die Trauungen im Fließbandverfahren abgehalten werden.
Trauzimmer
Wenn nicht nur die `Trauzeugen´ und die Eltern der Zeremonie beiwohnen sollen, versichern Sie sich, daß das Trauzimmer Ihres Standesamtes ausreichend Platz bietet. Oft lassen die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten nur eine begrenzte Anzahl von Gästen zu.
Feierlicher Abschluß
Wenn Sie Ihre standesamtliche Trauung mit einem Sektempfang anschließend feiern möchten, bieten viele Standesämter hierfür nicht selten einen Extraraum an, den Sie für einen schönen Abschluß Ihrer Trauung verwenden können.
Gratulanten
Es ist eine alte Tradition, daß die frisch Vermählten nach der Trauung vor dem Standesamt von Freunden und Arbeitskollegen empfangen und mit Reis beworfen werden. Fragen Sie im Standesamt nach, denn Reiswerfen ist nicht überall erlaubt; das Gleiche gilt für Konfetti und manchmal selbst für Rosenblätter. Auch organisieren häufig Gäste einen Baumstamm, den das frisch getraute Paar gemeinsam durchsägen muß.
Trauungen an Samstagen
Viele Brautpaare, die "nur" standesamtlich heiraten, wünschen sich eine Trauung am Samstag. Dies ermöglicht, dass auch Gäste von weiter her dabei sein können und anschließend die Hochzeitsfeier stattfinden kann. Beachten Sie aber, dass nicht alle Standesämter Samstagstrauungen anbieten. Die, die am Samstag trauen, bieten dies oft nicht an allen Samstagen des Monats und in der Regel nur bis mittags. Reservieren Sie daher Ihren Termin der standesamtlichen Trauung frühzeitig. Vor allem in den Sommermonaten, sowie an besonderen Daten (22.02.02) ist der Andrang auf die Samstagstermine groß.
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